Wissen ist Macht, oder wie war das?

10 Dinge die ein gutes Bild ausmachen

In meinem letzten Beitrag habe ich mich ja dezent über die Poser in der Fotografie ausgelassen..
In diesem Post möchte ich euch nun 10 Dinge vorstellen, die man wirklich für ein gutes Bild benötigt. Wie ihr im letzen Beitrag lesen konntet, liegt es nicht an dem Equipment, mit dem ein Fotograf arbeitet, sondern viel mehr an seinem Wissen.

Punkt 1: 
Als erstes brauchst du eine beliebige Kamera!
Egal ob analog oder digital, ob Handykamera oder Vollformatkamera!
Gute Fotos sind mit jeder erdenklichen Kamera möglich, es kommt ganz darauf an, wie du sie einsetzt und ihre Fähigkeiten für dein Vorhaben nutzt.

 

Punkt 2:

Kenne deine Kamera!
Du solltest wissen, wie deine Kamera funktioniert, welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt, bis ins Detail! Außerdem solltest du wissen wie man sie richtig bedient, kenne jeden noch so kleinen Kniff. Lese also aufmerksam ihre Bedienungsanleitung, schaue dir Tutorials an!

 

Punkt 3:

Gestaltung ist alles! 
Lege dir Wissen rund um das  Thema Gestaltung zu, um dir im Klaren zu sein, was auf das Auge z.B. besonders harmonisch und schön wirkt, oder das genau Gegenteil erzeugt. So kannst du genau bestimmen, wie deine Fotos aufgebaut sind. Außerdem trägt der Aufbau eines Bildes dazu bei, wie es auf den Betrachter wirkt. Es gibt viele verschiedene Dinge mit denen man ein Bild gestalten kann, das Licht, die Farben, das Auge leitende Linien im Bild, Schärfe & Unschärfe, der Hintergrund etc.

Punkt 4:
Setzte dich mit dem Objekt, das du fotografieren willst auseinander!
Es gibt viele verschiedene Bereiche der Fotografie: Landschaft, Portrait, Food, Produkt, Stilllife, Fashion, Reportage, Dokumentation, etc. und jede einzelne Kategorie ist anders zu fotografieren. Oft unterscheidet sich die Aufnahme dieser Bereiche nur in Deatils, das Grundprinzip ist immer das selbe. Informiere dich, worauf in den jeweiligen Bereichen geachtet wird, was die Faustregeln sind.

Da ich aus dem Peoplebereich komme habe ich mal 2 Bücher rausgesucht, die ich sehr empfehlen kann. Sie thematisieren im Bereich der Portraitfotografie das richtige Posen: 

  1. Posen, Posen, Posen: Das Buch für Fotografen und Models (Galileo Design)  
  2. Models richtig fotografieren - 1000 Posen - Das Handbuch für Fotografen und Models

Punkt 5:

Das richtige Licht! 
Licht und Schatten spielen eine sehr große Rolle in der Fotografie, durch Licht treten Objekte in den Vordergrund und ein Schatten lässt sie in den Hintergrund weichen. Licht erzeugt Stimmung, Licht leitet den Blick durch ein Foto. Die Lichtführung in einem Foto ist sehr wichtig und kann die Bildaussage zusätzlich steigern. Man sollte bei einer guten Aufnahme niemals das Licht unterschätzen, Fotos mit fehlender Lichtführung wirken fad, ihnen fehlt etwas.
Jedoch sollte man nicht nur an das Licht, sondern auch an die Schatten denken, auch sie wirken sich auf die Bildaussage aus. Ein Spiel mit Licht und Schatten trägt also zu einem guten Foto bei.


Punkt 6:

Die Bildidee! Was soll das Bild aussagen? Gibt es etwas bestimmtes, das das Foto transportieren soll? Eine Stimmung, eine Geschichte, ein Gedanke, der beim Anblick kommen soll?
Sei dir bewusst, was du aussagen willst und überlege genau, welche der zuvor genannten Punkte deine Bildaussage unterstützt oder sie sogar verstärkt. 

Punkt 7:
Jetzt kommt deine Bildidee! Was benötigst du alles für deine Idee? Welches Licht willst du verwenden? Welche Gestaltungselemente sollen eine Rolle spielen? Alles Fragen, über die man sich vorher Gedanken machen sollte und sie wenn möglich auch zu Papier bringen sollte. Mach dir deinen Plan! Verbildliche wie dein Foto später aussehen soll und was du dafür zuvor tun musst. Auch ich schreibe mir vor meinen Shootings immer genau auf, was ich machen möchte, des öfteren sogar mit kleiner Skizze des Sets an dem die Aufnahme stattfindet. Das hilft enorm, dir bewusst zu sein was du tust.

Punkt 8:
Der Umgang mit deinem Model! Der zuvor geschriebene kleine Plan gibt im Idealfall alles vor, was dein Foto gut werden lässt.
Was er allerdings nicht vorgibt ist der korrekte Umgang mit einem Model. Da ich aus der Peoplefotografie komme ist mir dieser Punkt sehr wichtig. Wenn du mit einem Menschen zusammen arbeitest, behandle ihn auch so! Sprich mit ihm, kommuniziere wie das Foto aussehen soll und was ihr beide dafür tun müsst. Sei nett und gebe dem Model die Chance sich wohl zu fühlen. 
Denn eine zwischenmenschliche Disharmonie wird sich auf eine Art im Ergebnis widerspiegeln! 

Punkt 9:
Tauchen während des Fotografierens ungeahnte Probleme auf? Verzweifle nicht! Sei flexibel und nimm dir einen Moment für dich, in dem überlegst, wie du mit dem Problem umgehst und es löst. Es gibt immer wieder Shootings die nicht nach Plan verlaufen, umso blöder ist es, wenn man sich von dem Problem leiten lässt und dadurch das Ziel eines guten Fotos aus den Augen verliert. 

Punkt 10:
Die Nachbearbeitung deines Fotos! Meiner Meinung nach kommen gute Fotos ohne oder nur mit wenig Bearbeitung aus. Natürlich kann einer nachträgliche Bearbeitung deiner Arbeiten das Ergebnis noch steigern. Aber auch hier gilt, weniger ist mehr und sei dir gewiss was du tust. Setzte dich mit den zur Bildbearbeitung geeigneten Programmen auseinander.  
Ich z.B. arbeite mit Lightroom und Photoshop, ich bin jedoch kein Freund davon, Bilder kaputt zu bearbeiten! Echt und Natürlich soll es bei mir sein!


Shoooooote und hab Spaß! Probier dich aus, finde deinen eigenen Stil und verwirkliche dich! Bleib am Ball, denn es gibt immer etwas zu lernen, dass deine Fotos verbessert.

 

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